Die Rocket Factory Augsburg (RFA) hat einen neuen CEO: Der Aufsichtsrat hat Alexander Dahm zum Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt. Er folgt auf Prof. Dr. Indulis Kalnins und übernimmt die Verantwortung für die weitere Entwicklung des Unternehmens sowie den Weg zum Erstflug der Trägerrakete RFA ONE.
Dahm bringt mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung mit. Zuletzt war er Chief Operating Officer von HENSOLDT Sensors und Mitglied des Group Executive Committee. Dort verantwortete er die operative Wertschöpfungskette von Produktion und Einkauf bis Qualität und Logistik.
Industrialisierung wird zur Führungsaufgabe
Die Personalie fällt in eine Phase, in der europäische Raumfahrtunternehmen nicht nur technologische Reife, sondern auch skalierbare industrielle Prozesse nachweisen müssen. Für RFA ist der Übergang von Entwicklung und Test hin zu verlässlicher Produktion und operativer Umsetzung damit unmittelbar eine Führungsfrage.
Einordnung
Für den DACH-Führungskräftemarkt ist die Besetzung aus zwei Gründen relevant. Erstens wächst die Schnittmenge aus Aerospace, Defense und industrieller Skalierung. Zweitens steigt in technologieintensiven Unternehmen der Bedarf an Führungskräften, die nicht nur Innovation verstehen, sondern komplexe Lieferketten, Qualität, Produktion und Organisation gleichzeitig führen können.
Der Wechsel zeigt damit exemplarisch, wie sich Anforderungsprofile auf CEO- und COO-Ebene verändern: Technologische Glaubwürdigkeit allein reicht nicht. Entscheidend wird die Fähigkeit, aus Technologie ein belastbares industrielles System zu machen.
Quelle: OHB SE / EQS, 5. Oktober 2026
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