Verity: Anders Martens übernimmt als CEO

Das Zürcher Warehouse-Intelligence-Unternehmen Verity vollzieht den Übergang von der Gründerführung zu einem externen Skalierungs-CEO: Anders Martens hat zum 1. Oktober 2026 die operative Gesamtverantwortung übernommen. Mitgründer Raffaello D’Andrea bleibt dem Unternehmen als Vorsitzender des Verwaltungsrats erhalten.

Vom Technologieaufbau zur internationalen Skalierung

Verity ist als Spin-off der ETH Zürich entstanden und setzt seine Warehouse-Intelligence-Plattform inzwischen in mehr als 200 Standorten weltweit ein. Nach zwölf Jahren unter der operativen Führung des Mitgründers soll Martens die Marktdurchdringung beschleunigen und die Technologie stärker auf Ebene ganzer Logistiknetzwerke positionieren.

Der neue CEO bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung aus dem Logistikgeschäft mit. Zuletzt führte er zwölf Jahre lang Link Logistics; zuvor verantwortete er operative Funktionen bei DHL und TNT. Damit wechselt ein Manager an die Spitze, der die Perspektive der Kunden und die Skalierungslogik internationaler Logistikorganisationen aus eigener Führungserfahrung kennt.

Warum die Nachfolge strategisch relevant ist

Bestätigter Fakt: Raffaello D’Andrea gibt die tägliche Unternehmensführung ab, bleibt aber aktiv im Verwaltungsrat. Verity trennt damit bewusst die nächste operative Wachstumsphase von der technologischen Gründerrolle, ohne das Wissen und die strategische Kontinuität des Mitgründers zu verlieren.

Einordnung: Der Schritt ist typisch für eine anspruchsvolle Scale-up-Phase: Sobald Technologie und Produkt im Markt bewiesen sind, verschiebt sich das Anforderungsprofil des CEO von Innovation und Aufbau hin zu kommerzieller Skalierung, Organisationsentwicklung und internationaler Umsetzung. Gerade in diesem Übergang entscheidet nicht nur die Qualität des Nachfolgers, sondern auch die klare Abgrenzung zwischen Gründer, Verwaltungsrat und operativer Führung.

Founder Succession ist mehr als ein CEO-Wechsel

Aus Executive-Search- und Leadership-Advisory-Sicht entstehen drei zentrale Fragen: Welche Entscheidungen liegen künftig eindeutig beim CEO? Wie bleibt die Gründerkompetenz verfügbar, ohne die neue operative Autorität zu begrenzen? Und welche Führungskräfte braucht das Managementteam, wenn aus einer technologischen Plattform ein international skalierendes Unternehmen wird?

Die Verity-Personalie zeigt deshalb exemplarisch, dass professionelle Nachfolge in technologiegeprägten Unternehmen nicht den Rückzug des Gründers bedeuten muss. Entscheidend ist eine Governance, die Kontinuität und neue Führungskraft sinnvoll miteinander verbindet.

Weitere aktuelle Personalveränderungen finden Sie in den DACH Executive Moves. Mehr zu CEO-Nachfolge und Führungsbesetzungen: Executive Search und Leadership Advisory.


Quelle: Verity, „Verity Names Anders Martens Chief Executive Officer“, 8. Oktober 2026.


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